365 TAGE ZWISCHEN LEUKÄMIE, ACHTERBAHN UND SONNENSCHEIN

How-To: Spitalaufenthalt angenehmer gestalten

Es gibt nichts schlimmeres als sterile Räume ohne einen Funken Wärme oder gar Farbe. Da wird einem kalt, obwohl es warm ist und die Kabel und Apparaturen erwecken in einem nicht gerade das Gefühl von Vertrauen. Am Liebsten würde man sofort wieder den Raum verlassen und überhaupt will man nicht da sein.

Es gibt aber auch nichts einfacheres, als aus einem Spitalzimmer einen Ort zu schaffen in dem man sich wohlfühlen kann, damit der Aufenthalt etwas angenehmer wird.

Du bist im Spital gelandet und wirst da sicher noch ein Weilchen sein? Und wenn das Weilchen nur 5 Tage sind, lass es dir nicht nehmen, den Raum einzunehmen, damit du dich bisschen wohler in ihm fühlst.

 

Du musst dich nicht alleine fühlen

Deine Lieben können während deines Aufenthaltes nicht bei dir sein, aber sehr wohl Fotos von Ihnen. Wenn du nicht so viel Platz im Zimmer hast oder es dir teilen musst, schnapp dir gedruckte Fotos und klebe sie auf einem größeren Karton auf (DIN A3 z. B.). Den Karton kannst du dann bei deinem Bett aufstellen und siehst deine Lieben jeden Tag.

 

Du darfst dich auch bisschen Zuhause fühlen

Nimm deine liebste Kuscheldecke mit! Sie wird dir Wärme und Heimeligkeit spenden und dich nachts beschützen, wenn du dich verwundbar fühlst.

 

Schlaf ist mit die beste Medizin

Die Matratzen und Kissen in Krankenhäusern haben meistens eine Plastikummantelung, was der Krankenhaushygiene zwar dienlich ist, allerdings auch einer verschwitzten Nacht. Daher nimm dir dein eigenes Kissen mit. Du weißt am besten, wie du dich betten musst, um gut zu schlafen. Die Matratze werden wir nicht ändern können, aber du kannst dir ein Duschhandtuch über Nacht ins Bett legen; für mehr Komfort auch unter das Leintuch.

 

Kleider machen Leute und Krankenhausgewand macht krank

Versuche so oft es geht deine eigene Kleidung zu tragen. Kleidung in der du dich am wohlsten fühlst und in der du mobil bleibst. Es ist keine Pflicht das Krankennachthemd den ganzen Tag zu tragen und im Bett zu bleiben.

 

Genesung braucht Bewegung

Geh so viel es dir möglich ist spazieren. So schaffst du Distanz zu deiner Spitalsituation und bleibst in Bewegung. Denn um deine Zellen zu aktivieren, braucht es Energie und das heißt Bewegung. Du brauchst keinen Marathon laufen oder supersportlich zu sein: Es reicht ein Spaziergang. Solange du dich alleine bewegen kannst, tu es! Und das nach Möglichkeit jeden Tag!

 

Essen bestellen funktioniert auch ins Spital⠀

Auch wenn das Essen im Spital eh ok schmeckt, ist es etwas schönes allein oder mit dem Besuch kurzerhand Essen zu bestellen. Mit diesem Stück Normalität nähren wir das gute Gefühl und unsere Bäuche.⠀

Unterhalte dich

Du bist nicht im Spital, um den ganzen Tag im Bett zu liegen und dir deinen Kopf zu zermartern. Mach was Schönes! Lese, bastle, streame – unterhalte dich! Oder – mein all time favorit: Schreibe! Besorg dir ein Notizbuch nur für deinen Spitalaufenthalt und schreibe oder zeichne darin alles was du erlebst und alles was dir durch den Kopf geht nieder. Einmal aus dem Kopf wirst du dich schnell befreit fühlen.

 

Wie du in den Wald hineinrufst, so hallt es heraus

Sei immer freundlich zu allen ÄrztInnen, Schwestern, Pflegern und auch zum Putzpersonal. Sie geben sich große Mühe, dass du wieder schnell gesund wirst. Zeig Dankbarkeit durch deine Freundlichkeit. Deinen Aufenthalt machst du dir dadurch nur angenehmer.