365 TAGE ZWISCHEN LEUKÄMIE, ACHTERBAHN UND SONNENSCHEIN

04 – Glück im Unglück

Liebes Leukämietagebuch,

ich bin unter Engeln!

So schlimm die Diagnose auch ist, alles um mich herum schenkt mir Liebe, Vertrauen und Geborgenheit. Im Wilhelminenspital fühle ich mich sicher aufgehoben und werde behandelt wie eine Königin!

Ich habe ein schönes, großes Einzelzimmer mit schönem Weitblick auf den Wilhelminenberg, es wird mir drei Mal am Tag Essen zubereitet und das sogar ganz nach meinen individuellen Essgewohnheiten. Zwischendurch wird gefragt ob ich was jausen mag oder vielleicht einen Tee möchte und ob alles in Ordnung sei.

Zwei Mal am Tag wird das Zimmer für mich geputzt und desinfiziert, mehrmals täglich werden meine Vitalwerte gecheckt und die ÄrztInnen sind echte Koryphäen auf ihrem Gebiet. Und dazu auch noch sehr engagiert und vor allem sehr menschlich.

Alle Schwestern, Pfleger und das Reinigungspersonal gehen ihrer Arbeit mit viel Sorgsamkeit und Geduld nach und alle tun einfach wirklich alles, damit es mir gut geht und ich geschützt bleibe.

Außerdem gibt es eine Diätologin, eine Psychotherapeutin, eine Physiotherapeutin und ganz viele helfenden Hände zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Zu jedem nächsten Punkt meiner Krankheit werde ich behutsam und Schritt für Schritt herangeführt. Ich bin nicht allein und ich muss nicht allein da durch.

Ich bin echt baff wie das Radl hierläuft und ich habe den größten Respekt vor all diesen Menschen, womit sie täglich umgehen müssen und wie sie das alles meistern! Meine ganze Dankbarkeit gilt diesen Engeln!

Danke, dass es mich in diesem Unglück so gut getroffen hat! ❤️🥰❤️