365 TAGE ZWISCHEN LEUKÄMIE, ACHTERBAHN UND SONNENSCHEIN

71 – Von 3000 auf 0 Krebszellen im Kopf, in 5 Tagen

Liebes Leukämietagebuch

Radikal und nicht ohne starke Nebenwirkungen, aber der Krebs im Kopf ist besiegt!

Diesmal haben unkomfortable und teils sehr schmerzhafte Kreuzstiche mit einer 3er-Kombination an Medikamenten direkt in den Nervenkanal verabreicht, geholfen die Krebszellen Radikal loszuwerden! Mein Gesicht wird zwar noch die nächsten 5 Monate aussehen, wie ein Mondgesicht, aber diesmal habe ich das Coritsol gern zugelassen, weil es einfach gut funktioniert!

Anfangs konnte ich kaum noch sehen - der Krebs hatte sich breit gemacht und belastete bereits beide Sehnerven. Selbst der zuständige Arzt hatte Angst, ich würde für immer, ganz erblinden! Ich konnte auch kaum Reden – das ging auch eine ganze Woche so. Aufs Bad musste ich begleitet werden, ich fiel sonst von einer Wand zur Nächsten. Es was ein Alptraum!! Ein relativ schnell endeter – Dank der Ärztin und Vollprofi auf dem Gebiet, aus Deutschland, und meiner Ärzte, die täglich regen Austausch und Absprachen zu meiner Therapie abhielten!

Nicht auszudenken, wo alles bzw. ich gelandet wäre, hätte es den Anruf über die verkühlte Spenderin nicht am Donnerstag, den 21.10.2021 gegeben!! Ein Tag vor dem AKH und der geplanten Stammzellenspende!

Ich wäre wohl nicht für ein zweites Gutachten zur Augenambulanz gegangen, ich wäre wohl nicht in der 1. Med. in der Klinik Ottakring gelandet!

Aber denken wir nicht daran, was wäre wenn. Es geht mir mittlerweile sehr gut!

Mein Knochenmark produziert noch böse Zellen, die ich mich mit einer recht schwachen Chemo stelle und sofern es mir weiter so gut geht, wie grad, darf ich vor dem AKH für ne Woche oder so, heim! :)

Mit der Zeit wird alles wieder gut! Daran glaube ich fest!