365 TAGE ZWISCHEN LEUKÄMIE, ACHTERBAHN UND SONNENSCHEIN

53 – Auf den letzten Metern

Liebes Leukämietagebuch

Seit gestern befinde ich mich auf den letzten Metern meiner Therapie

Ich bin im Wilhelminenspital eingekehrt für eine 5-Tage-Session mit der bekannten 24-Std-Chemo. Diesmal ohne mühsame zweistündige Pippipausen tags- und nachtsüber, denn mittlerweile wissen sie wie mein Körper reagiert. Nach den 5 Tagen folgt eine Woche Pause und dann die allerallerletzte Session für 5 Tage! Ich kanns kaum glauben, aber das Ende ist schon greifbar! ⠀

Derweil läuft es gut. Ich bin gestern Blutwertemäßig erholt ins Spital gekommen und habe dann den Tag verschlafen, weil die Nacht zuvor etwas unrund war. Gut wars denn die heutige Nacht war noch unrunder mit viermaligem Gewand- und Bettwechsel. Die künstliche Menopause kombiniert mit der Chemotherapie führt zu durchnässten Nächten par excellence. Aber he: Nichtsdestotrotz fühle ich mich ausgeschlafen! Wahrscheinlich dank des gestrigen Schlaftages.
Übelkeit hab ich auch keine, Appetit ist normal, alles schmerzfrei. Lediglich Gesicht, Knie und Unterbeine haben Wasser angesammelt, durch die zusätzlichen 5,5 Liter, die ich täglich via Infusion bekomme.⠀

Und sonst alles beim Alten: Schöner Ausblick, liebstes Personal und die besten Ärzt:innen! Vom Spitalessen habe ich mittlerweile genug, aber dafür hab ich mir den Klienten:innenkühlschrank angereichert und falls alle Stricke reißen gibt’s eine Gönnung via Essensbestellung.⠀

Also mir geht’s sehr gut! Ich hoffe euch auch!