365 TAGE ZWISCHEN LEUKÄMIE, ACHTERBAHN UND SONNENSCHEIN

12 – Neue Woche, neue Herausforderungen!

Liebes #Leukämietagebuch

Neue Woche, neue Herausforderungen!

Heute startet erstmal eine kleine Pause zur Regenration, bevor es Donnerstag mit der nächsten kleinen Ladung Chemo weiter geht. Danach ist die erste Induktionsphase abgeschlossen und die zweite Phase startet dann eine Woche später. 

Nach dem gestrigen Frischblutdoping geht es mir wieder sehr gut! Meine Stimme ist wieder stärker und ich fühle mich auch kräftiger. Sport, Spaziergang, gute Laune und kein Gefühl des sich krank fühlens.

Der Doc ist angetan von meinen Blutwerten und lobt die Produktion meiner neuen Blutkörperchen

💪🩸💪 Läuft!

Heute habe ich auch meinen Zentralen Venenkatheter entfernt bekommen – gespürt hab ich wieder nichts – und für die nächsten zwei Tage bin ich Plastikfrei und darf also ohne Schläuche und ohne irgendwelche Plastiknadeln in mir schlafen gehen.

 

Neuer Port

Am Mittwoch bekomme ich dann ein neues Device bzw. wird mirda gleich ein ganzes Port-System unter die Haut eingepflanzt, wo es für das kommende Jahr bleiben wird. Very freaky! Aber auch very praktisch für die ganzen Behandlungen die noch folgen werden.

Der Port ist ca.  1 x1 x 0,5 cm groß und sein Schlauch reicht durch die Vene bis ans Herz.

Sicher werde ich Mittwoch leicht nervös werden, aber nachdem alles mit örtlicher Betäubung passiert und auch alle Eingriffe bisher einwandfrei gemacht wurden, mache ich mir keine Sorgen. Die ersten Tage werde ich den neuen Mitbewohner sicherlich spüren, aber bald wird er sich auch verwachsen haben und ich werde halb Mensch und halb Maschine sein! Naja fast…

 

Endlich auch Besuch erlaubt

Und die beste Nachricht des Tages: Ich darf nun ganz offiziell Besuch bekommen!

Wegen den Corona-Sicherheitsmaßnahmen darf es zwar nur eine einzige Person sein, aber wenigstens darf ich bald endlich mit einer, mir vertrauten, Person sprechen!

Wenn man so lange aus seiner eigenen Welt gerissen wird, fängt man an an der eigenen Realität zu zweifeln.

Endlich ein Stück Normalität!

Neue Möglichkeiten?

Ich habe das Angebot bekommen Samstag bis Dienstag nachhause zu können, habe es aber abgelehnt, weil es für den kurzen Zeitraum nur Arbeit und keinen Sinn macht. Ich fühle mich hier wohl, habe hier alles was ich brauche und bin hier sicher aufgehoben. Das heißt also, dass ich die nächsten vier Wochen weiterhin im Spital bleibe.